HAZ Artikel zur Bürgerbeteiligung für die Gestaltung des Freibadgeländes

Bürger Beteiligung Freibadgestaltung Rund 35.000 Quadratmeter Fläche misst das Gelände des
Misburger Bades. Mit dem parkähnlichen, großzügigen
Außenbereich um das Freibad lässt sich einiges anstellen, wenn er
in Verbindung mit dem notwendigen Ersatz für die
einsturzgefährdete Schwimmhalle neu gestaltet wird. Welche
Ideen die Bürger dazu haben, wollte die Stadt mit Hilfe einer
öffentlichen Veranstaltung in der Realschule näher erfahren. „Von
ihren Wünschen und Anregungen verschwindet nichts in der
Schublade“, versprach Sportdezernentin Konstanze
Beckedorf. „Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten bleiben
bestehen“, betonte Moderation Karolin Thieleking. Will heißen: Was
gemacht wird, entscheidet letztendlich der Rat.

Knapp 50 Besucher waren zum Workshop in die Realschule
gekommen, darunter viele Vereinsmitglieder der SG Misburg und
Bezirksratspolitiker. Ihre Ansprüche lassen sich unter den Begriffen
sitzen, spielen, liegen zusammenfassen.
Der Saunagarten sollegrößer und schöner werden, die Terrasse mit Außengastronomie
so gestaltet, dass Eltern ihre Kinder in den Becken beobachten
können. Ein großer Spielplatz für die Kinder stand am Ende ebenso
auf der Liste wie Tischtennisplatten und eine Schachanlage. „Das
Beachvolleyballfeld, zur neuen Saison auch für Handball nutzbar,
möchten wir erhalten wissen“, sagt Torsten Züchner von der SG
Misburg. Gleiches gelte für den Baumbestand. „Viele beklagen den
Zustand der Liegewiese, die wie eine Mondlandschaft aussieht“,
erklärt Züchner. Dies könne die Stadt schon zur neuen Saison
ändern, die am 7. Mai beginnen soll.

Die Vereinssportler hatten auch Wünsche für die eigentlichen
Schwimmanlagen, wobei die aber bereits abgehandelt und vom Rat
beschlossen sind. Ein Schwimmbecken mit olympiagerechter 50-
Meter-Bahn wird es in Misburg nicht geben, sondern im ebenfalls
neu zu bauenden Fössebad in Limmer. Nicht ganz aus der Welt ist
ein Sprungturm am Freibad. „Der wäre nützlich, weil Springen vom
Ein- oder Drei-Meter-Brett Teil der Schwimmabzeichenprüfung für
Kinder ist“, wirbt Züchner.

Bei der Stadt hat man reichlich Gelegenheit, sich die Sachen durch
den Kopf gehen zu lassen. „Wir bereiten gerade die europaweite
Ausschreibung des neuen Hallenbades vor“, berichtete Norbert
Schulze, Projektleiter beim städtischen Gebäudemanagement. Es
folgen Ratsbeschluss, Bauphase ab 2020 und Inbetriebnahme im
Jahr 2022 –frühestens in vier Jahren also, wenn alles nach Zeitplan
verläuft. Rund 16,5 Millionen Euro sind an Kosten für das neue
Hallenbad mit 25-Meter-Becken, Lehrschwimmbad, Kinderbecken,
Sauna und Kiosk veranschlagt. Immerhin muss für den
Außenbereich kein neuer Grundriss berücksichtigt werden. Das
neue Hallenbad platziert die Stadt genau dort, wo bis noch der
wegen Baupfuschs bei Sanierungsarbeiten marode Altbau seinem
Abriss entgegendämmert.
Quelle: Bernd Haase(HAZ) (Artikel & Bild) Artikel aus der HAZ vom 25.04.2018

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