Vom MTV 1896 zur Sportgemeinschaft Misburg


1990 Erfreuliche Nachrichten zu Jahresbeginn: Die Hallenmieten wurden wieder um 1/3 gesenkt.

Auch die Umbaumaßnahmen des ehemaligen Lehrschwimmbeckens für eine andere sportliche Nutzung standen in Aussicht.

1991 Fünf Jahre nach Schließung begann die Stadt mit der Umgestaltung der kleinen Halle als weiteren Übungsraum.

Das 95jährige Bestehen des Sportvereins in Misburg wurde im September im Bürgerhaus gefeiert. Die Resonanz bei den Mitgliedern war leider nicht so wie erwartet.

1992 Mit 1936 gemeldeten Mitgliedern war der Start in das neue Jahr aus dieser Sicht erfreulich. Wenig Gegenliebe fanden die Nachrichten, daß die Hallenmieten wieder erhöht und die Zuschüsse für Übungsleiter gesenkt werden sollten. Derartige sportpolitische Entscheidungen wirken sich immer wieder negativ auf die mühsam ersparten Rücklagen aus. Vor diesem Hintergrund wurde eine erneute Beitragserhöhung erwogen und die notwendige Kostenberechnung eingeleitet.

Aufgrund eines Streiks im öffentlichen Dienst konnte im Mai kein Sport in den Hallen betrieben werden. Darüber hinaus gab es wieder Differenzen mit einem Hallenwart, der in den kleinen Ferien die Hallen nicht mehr öffnen wollte.

Auf Anfrage der Stadt bestätigte die SGM, daß sich die Judokas aktiv am Innenausbau der kleinen Halle betätigen wollten.

Eine Demonstration der Sportler in Hannover brachte teilweise Erfolg gegen die geplanten Kürzungen.

Mehr Erfolg hatten unsere Trampolin-Turnerinnen. Bei den B-Weltmeisterschaften in Neuseeland gewann Elke Schünemann die Silbermedaille. Bei den Mannschafts-Meisterschaften in Villingen wurde der 2. Platz erzielt.

1993 Der Einsatz der Judokas hat sich gelohnt: Die Arbeiten im ehemaligen Lehrschwimmbecken waren nach einem vorbildlichen Gemeinschaftseinsatz vollbracht, und die Abteilung Judo/Aikido konnte das Training in der kleinen Halle aufnehmen.

Bei den Wahlen auf der Jahreshauptversammlung wurde der bisherige Vorstand bestätigt. Neu dazu kam als Stellvertreter des 2. Vorsitzenden Erhard Bunzel.

Mit dem Aufstieg der 1. Damen in die Regionalliga waren einige Umbauten in der Halle l verbunden. Die Handballabteilung wollte im Einvernehmen mit der Stadt möglichst viel in eigener Regie durchführen.

Aus der Turnabteilung errangen die Damen die Deutsche Meisterschaft der Trampolin-Turnerinnen, wofür sie vom Vorstand mit einer kleinen Meisterschaftsfeier entsprechend gewürdigt wurden.

Ein Arbeitskreis „Jubiläum 1996" traf sich zu einer ersten Besprechung.

1994 Die Handballfreunde hatten zum Jahresbeginn mit der Renovierung im Eingangsbereich der Sporthalle l begonnen. Hierdurch waren der Stadt, die nur das Material gestellt hatte, erhebliche Kosten erspart geblieben.

Nach dem Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die 2. Bundesliga wurde es erforderlich, das Spielfeld der Halle so umzubauen, daß es den DHB-Normen entsprach.

Die Vergabe der Mietenberechnung der Sporthallen wurde in diesem Jahr auf den Stadtsportbund übertragen. Die Probleme blieben. Einige Male standen die Sportler vor verschlossenen Hallen.

EhrungEine besondere Ehrung wurde der Damen-Trampolinmannschaft zuteil. Sie nahm an einem Empfang durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten im August im Gästehaus der Landesregierung teil.

In allen Abteilungen lief der Sport in diesem Jahr auf Hochtouren.

1995 Das vielfältige Sportangebot und herausragende Leistungen der Spitzensportler und Mannschaften erweisen sich weiterhin als bestes Zugmittel für den Verein. Der Mitgliederandrang beweist es. Am Jahresanfang waren in der SGM 1945 Mitglieder gemeldet. Die Gemeinschaft ist damit der siebtgrößte Verein im Stadtgebiet von Hannover.

Für die Jahreshauptversammlung am 5. Mai war wieder ein volles Programm angesagt. Neben den umfangreichen Ehrungen waren Vorstandswahlen obligatorisch, und 155 Mitglieder bezeugten durch Anwesenheit ihr Interesse. Für die Jubilar- und Siegerehrungen waren 133 Urkunden zu fertigen. Die Zahl der Jubilare erhöhte sich auf 146 Mitglieder, die 25 Jahre und mehr dem Verein die Treue hielten.

Die Vorstandswahlen ergaben auch wieder ein vollständiges Team; der neue Vorstand für die nächsten 2 Jahre sieht folgendermaßen aus:

1. Vorsitzender: Hans-Joachim Pohl (Stellvertreter: Jürgen Krauledat)

2. Vorsitzender: Bernd Reinecke (Stellvertreter: Erhard Bunzel)

Als Geschäftsführerin und Sozialwartin ist Frau lrmtraud Jakobs bestätigt worden.

Nach der Laudatio von Paul Buchberger für den bisherigen Vorsitzenden Herbert Engelhardt, der aus gesundheitlichen Gründen nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten Vorstandstätigkeit, davon die letzten 6 Jahre als I.Vorsitzender, nicht mehr kandidierte, wurde er zum Ehrenvorsitzenden vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt.

Das Thema „Übernahme der Sporthallen durch die Vereine" steht auch in diesem Jahr wieder zur Debatte.

Die Planungen für die Sportveranstaltung und Festlichkeiten anläßlich des Jubiläums im Jahre 1996 gehen weiter.

1996 Das Jubiläumsjahr stand zu Beginn nicht unter einem guten Stern: Die erste Veranstaltung am 7. Januar - der 27. landesoffene Waldlauf der Leichtathleten - litt unter plötzlich einsetzendem Eisregen. Viele der gemeldeten Teilnehmer konnten nicht zum Wettkampf kommen, und es wurde nur ein Notprogramm durchgeführt. Angenehmer war es da schon im warmen Wasser des Hallenbades für die 150 Aktiven der Schwimmabteilung, die an den Vereinsmeisterschaften mit insgesamt 378 Starts beteiligt waren.

Siege und Niederlagen im Sport sind leistungsabhängig von den jeweils Beteiligten. So auch bei unserer 1. Damenmannschaft in der 2. Handball-Bundesliga. Hier soll nun der neue „alte" Trainer für frischen Wind in der Mannschaft und für den Klassenerhalt sorgen.

Drucken