Aikido/Iaido Jahresbericht 2020

Aikido/Iaido

Zweite Advent oder die ausgefallene Weihnachtsfeier

Im vergangenen Jahr war einfach alles anders. Wie in jedem Jahr hatten wir eigentlich vor, Iaidolehrgang mit Ralf und anschließend Essen im Asia Cuisine, dank Corona: nein.

Am Anfang des Jahres lief alles noch ganz normal an, Training – Zentraltrainings – Danvorbereitungslehrgänge – Iaidolehrgänge – halt ein gut durchgeplantes Jahr. Allerdings schwebte bereits das Damoklesschwert namens Corona über uns. Im März schlug es dann zu und wir mussten unseren Trainings- und Lehrgangsbetrieb einstellen.

Mit Beginn der Lockerungen nutzten wir die Gelegenheit und stiegen mit dem Outdoortraining unter den gegebenen Auflagen wieder in unser Training ein. Im Iaido war mit geringen Einschränkungen, halt kein Kumite (Zweikampf), recht einfach. Beim Aikido musste das Training erheblich umgestellt werden, denn es galt kein Kontakt und die Einhaltung der Abstandsregeln. Dies haben wir mit dem Aiki-Jo (Stabtraining) und der Kihon (Grundschule) kompensiert. Mit der Öffnung des Dojos verlegten wir das Outdoortraining wieder in die Halle und konnten die Fallschule wieder mit in das Trainingsprogramm aufnehmen.

Als der Kontaktsport wieder zugelassen wurde, konnten wir auch unsere Aikidotechniken und im Iaido die Partnerübungen wieder üben. Auf die extremen Kontakttechniken, wie z.B. Iriminage, verzichteten wir vorsorglich.

Unser Hygienekonzept war schlüssig und von uns allen konsequent umgesetzt. Glücklicherweise hatten wir keinen Corona Fall (soweit bekannt) bei unseren Mitgliedern zu verzeichnen.

Nach den Sommerferien stiegen wir wieder in den Lehrgangsbetrieb ein. In Absprache mit AVNI wurden die Lehrgänge in veränderter Form mit einem hohen Maß an Hygieneauflagen im September und Oktober durchgeführt. Allerdings stießen die Änderungen und Auflagen nicht bei allen auf Zustimmung. Seitens der angeschlossenen Vereine war eine zurückhaltende Teilnahme zu verzeichnen, so dass die vorhandenen Teilnahmekapazitäten nicht ausgeschöpft wurden.

Die Infektionszahlen stiegen zum Herbst, wie von den Experten vorausgesagt, an und führten zum Lockdown light. Leider stiegen die Zahlen weiter an, sodass man an einen Einstieg in das Trainingsgeschehen keinen Gedanken verschwenden brauchte.

Wann und unter welchen Auflagen wir wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Aus meiner Sicht wird sich unser Training vermutlich im 2. Halbjahr halbwegs normalisieren. Das 1. Halbjahr wird noch sehr holprig verlaufen. Wie genau kann man nicht vorhersehen.

Ein paar Austritte hatten wir leider zu verzeichnen. Diese liegen eigentlich im normalen Bereich, aber durch das fehlende Trainingsangebot war eine Kompensierung nicht möglich.

Ich bedanke mich bei euch, dass ihr unserem Aikido und Iaido die Treue gehalten habt und hoffentlich auch weiter haltet. Es kann nur ein Motto geben: abwarten, „entcoronern“ und gemeinsam wieder zu alter Stärke gelangen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem bleibt gesund

Andreas Türk

 

Aikido Jugend

Das vergangene Jahr begann zunächst wie jedes andere. Am 25. Januar fand sogar noch ein Landesjugendtraining statt. Ich bin bestimmt nicht abergläubisch, aber es war dann tatsächlich ein Freitag, der 13. (März), an dem es hieß: die Halle bleibt geschlossen, Training findet bis auf Weiteres nicht statt. Als wir am 27. Mai wieder mit dem Training begonnen haben, fand das zunächst mittwochs und freitags auf dem Sportplatz statt. Von den Jugendlichen haben am Outdoor-Training dann tatsächlich auch nur diejenigen teilgenommen, die schon vorher an diesen Wochentagen mittrainiert haben. Am 22. Juni konnten wir dann endlich wieder in die Halle: mit Elternerklärung, offenen Türen zum Lüften und Desinfektionsmittel neben der Eingangstür. Um den Betrieb in der Halle zu entzerren, wurden auch die Trainingszeiten am Montag geringfügig gekürzt und etwas nach vorne verlegt. Wir hatten zunächst noch überwiegend mit dem Stab trainiert, sind dann mit der Zeit aber mehr und mehr zu unseren "normalen" Techniken übergegangen. Die Teilnehmerzahl am Montagstraining hat sich in dieser Zeit allerdings drastisch reduziert. Während zu Beginn des Jahres noch regelmäßig ein Dutzend Teilnehmern/-innen auf der Matte war, sind nach dem ersten Lockdown höchstens eine Handvoll Aikidoka zum Training erschienen. Meistens waren es weniger. Am 13. Juli haben wir in sehr kleinem Kreis nach dem letzten Training vor den Sommerferien traditionsgemäß die Eisdiele an Meyers Garten besucht und uns von dort aus in die Ferien verabschiedet. Nach den Ferien wurde das Training wieder aufgenommen, aber am 29. Oktober hieß es dann zum zweiten Mal: Einstellung des Trainingsbetriebes. Angesichts der hohen Infektionszahlen war das eine sicherlich eine vernünftige und notwendige Entscheidung. Ärgerlich war es trotzdem, denn wir - Verein, Abteilung und Trainingsgruppen - haben alle gemeinsam die Abläufe im Trainingsbetrieb so verantwortungsvoll wie nur möglich gestaltet und waren sicherlich kein Treiber der Ansteckungen. Um den Kontakt nicht völlig abreißen zu lassen, habe ich kurz vor Weihnachten noch jeden Einzelnen zu Hause aufgesucht und einen kleinen Weihnachtsgruß im Namen des Trainerteams (mit Abstand und Maske) überbracht. Es war sehr schön, alle mal wieder zu sehen - manche zum ersten Mal seit Mitte März! Wir hoffen sehr, dass es irgendwann wieder losgeht.

Für uns alle war 2020 auch abseits der Matte ein herausforderndes Jahr. Corona hat viele Pläne von jetzt auf gleich durchkreuzt. Der Schulalltag war immer wieder anders, Au-pair-Aufenthalte wurden verkürzt, Auslandsschuljahre abgesagt und der Start an der Uni ins Internet verlegt. Wir wünschen auch in dieser Hinsicht, dass sich bald vieles wieder normalisiert.

Für 2021 sind auf Landes- (Landesjugendtraining) und Bundesebene (Samurai-Camp) viele Veranstaltungen terminiert, es ist aber noch völlig ungewiss, ab wann und in welchem Umfang diese Termine stattfinden können. Wir halten Euch - wie üblich - auf dem Laufenden.

Uwe Diers

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Hygiene

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